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PoliPedia.at: Die multimediale Wiki-Plattform zu den Themen Demokratie, Politik und Partizipation.
Themen
Die 4. Macht im Staat
Hallo - Hier wieder eine Diskussion des Monats,
Dies Mal soll es insbesondere um das Verhältnis der Polizei zu der Medienmaschinerie gehen.
Nicht nur an Hand des aktuellen Falles in Krems, nein auch schon in anderen Fällen (manch einer erinnert sich noch an einen gewissen Fall Kampusch bzw. Fritzl) dürfen wir momentan miterleben wie ewig notgeil sich Österreichs Medien benehmen, kaum dass es wieder einen Fall gibt der das Interesse der Menschen ein wenig mehr belebt als unsere dahindümpelnde Sommerpauseninnenpolitik. Und ganz ehrlich: Von der Wirtschaftskrise will eigentlich auch keiner mehr etwas hören!
Also muss etwas anderes her. Und was böte sich da besser an, als ein totgeschossener Knabe - noch dazu unbewaffnet und von einem ausgebildeten Polizisten in den Rücken.
"Toll!" muss sich da so manch ein Reporter gedacht haben, "Endlich wieder ein wenig Gewalt und Kinder noch dazu. Das bringt gleich doppelte Quote."
Nun belagern abgesandte Journalisten Krems. Das alleine wäre nicht so schlimm - Ein informierte Gesellschaft ist wünschenswert, wäre es nicht so unsagbar einfach den ganzen Fall, oder zumindest was bisher der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde in zwei Minuten zu erklären. Gut, man kann jedem Fernsehsender und jeder Zeitung ihre eigenen zwei Minuten (oder anders: einen Artikel) zusprechen. Doch damit will sich natürlich keiner zufrieden geben. Kinder, vor allem tote, erregen Aufmerksamkeit, verleiten eventuell zum weiterlesen - QuoteQuoteQuote
Und so dürfen wir in den letzten Tagen beobachten, wie inkompetente Reporter ehemalige Schulkollegen des toten Buben fragen "wie er denn eigentlich so gewesen sei".
Pfui sage ich - Das ist kein schlechter Journalismus, das ist gar keiner mehr! Der Verantwortliche sollte, meiner Meinung nach, schleunigst seine Berufswahl überdenken!!!
Leider kann man im Falle Krems nicht von einem Einzelfall sprechen. Erst vor kurzem stürmte die österreichische (um fair zu sein, auch die internationale) Medienlandschaft das kleine Städtchen Amstetten - später St.Pölten - und das Produktivste danach war wohl das Foto von "dem Ungeheuer" wie ihn manche nannten.
Warum sind österreichische Medien so sensationsgeil? Ist der Auflagenkampf hier um soviel härter als anderswo? Wachsen unsere Journalisten einfach schon in einem solch inkompetenten Klima auf - Hatten sie keine andere Chance als genau so wie ihre Kollegen zu werden?
Ein anderer Punkt noch: Warum berichten die Medien so einseitig? Wieso stellen sie sich (mit wenigen Ausnahmen, doch die Aussage bleibt im Sinn erhalten) eins zu eins hinter die, in diesem Falle offensichtlich falsch handelnde, Exekutive (und im weiteren Sinn Judikative)?
Es scheint mir eigenartig, dass über die kriminelle oder nichtkriminelle Vergangenheit eines 14jährigen Absätze in Zeitungen gefüllt werden, aber mit keinem Wort erwähnt wird, dass der 2. Bub kaum im Krankenhaus mit Oberschenkelschuss angelangt von Polizisten vernommen wird - während der Schütze "unter Schock" sich noch 48h zu Hause -mit Hilfe seines Anwalts- ausdenken durfte was er antwortet. Wo war zu lesen, dass der "Komplize" (ich wiederhole: mit Oberschenkelschuss) in U-Haft genommn wird, während die Schützen frei herumlaufen dürfen. (Nicht dass ich für die U-Haft der Polizisten wäre...)
Die Medien decken die Polizei zwar nicht - sie blenden aber einfach unangenehme Fragen aus. Sicher, Polizeibashing wird hier und dort betrieben, aber nur im großen ganzen, und dann noch manchesmal parteipolitisch motiviert.
"Warum?" frage ich mich!
Bin gespannt auf Eure Antworten,
Sommerliche Grüße,
Georg
Dies Mal soll es insbesondere um das Verhältnis der Polizei zu der Medienmaschinerie gehen.
Nicht nur an Hand des aktuellen Falles in Krems, nein auch schon in anderen Fällen (manch einer erinnert sich noch an einen gewissen Fall Kampusch bzw. Fritzl) dürfen wir momentan miterleben wie ewig notgeil sich Österreichs Medien benehmen, kaum dass es wieder einen Fall gibt der das Interesse der Menschen ein wenig mehr belebt als unsere dahindümpelnde Sommerpauseninnenpolitik. Und ganz ehrlich: Von der Wirtschaftskrise will eigentlich auch keiner mehr etwas hören!
Also muss etwas anderes her. Und was böte sich da besser an, als ein totgeschossener Knabe - noch dazu unbewaffnet und von einem ausgebildeten Polizisten in den Rücken.
"Toll!" muss sich da so manch ein Reporter gedacht haben, "Endlich wieder ein wenig Gewalt und Kinder noch dazu. Das bringt gleich doppelte Quote."
Nun belagern abgesandte Journalisten Krems. Das alleine wäre nicht so schlimm - Ein informierte Gesellschaft ist wünschenswert, wäre es nicht so unsagbar einfach den ganzen Fall, oder zumindest was bisher der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde in zwei Minuten zu erklären. Gut, man kann jedem Fernsehsender und jeder Zeitung ihre eigenen zwei Minuten (oder anders: einen Artikel) zusprechen. Doch damit will sich natürlich keiner zufrieden geben. Kinder, vor allem tote, erregen Aufmerksamkeit, verleiten eventuell zum weiterlesen - QuoteQuoteQuote
Und so dürfen wir in den letzten Tagen beobachten, wie inkompetente Reporter ehemalige Schulkollegen des toten Buben fragen "wie er denn eigentlich so gewesen sei".
Pfui sage ich - Das ist kein schlechter Journalismus, das ist gar keiner mehr! Der Verantwortliche sollte, meiner Meinung nach, schleunigst seine Berufswahl überdenken!!!
Leider kann man im Falle Krems nicht von einem Einzelfall sprechen. Erst vor kurzem stürmte die österreichische (um fair zu sein, auch die internationale) Medienlandschaft das kleine Städtchen Amstetten - später St.Pölten - und das Produktivste danach war wohl das Foto von "dem Ungeheuer" wie ihn manche nannten.
Warum sind österreichische Medien so sensationsgeil? Ist der Auflagenkampf hier um soviel härter als anderswo? Wachsen unsere Journalisten einfach schon in einem solch inkompetenten Klima auf - Hatten sie keine andere Chance als genau so wie ihre Kollegen zu werden?
Ein anderer Punkt noch: Warum berichten die Medien so einseitig? Wieso stellen sie sich (mit wenigen Ausnahmen, doch die Aussage bleibt im Sinn erhalten) eins zu eins hinter die, in diesem Falle offensichtlich falsch handelnde, Exekutive (und im weiteren Sinn Judikative)?
Es scheint mir eigenartig, dass über die kriminelle oder nichtkriminelle Vergangenheit eines 14jährigen Absätze in Zeitungen gefüllt werden, aber mit keinem Wort erwähnt wird, dass der 2. Bub kaum im Krankenhaus mit Oberschenkelschuss angelangt von Polizisten vernommen wird - während der Schütze "unter Schock" sich noch 48h zu Hause -mit Hilfe seines Anwalts- ausdenken durfte was er antwortet. Wo war zu lesen, dass der "Komplize" (ich wiederhole: mit Oberschenkelschuss) in U-Haft genommn wird, während die Schützen frei herumlaufen dürfen. (Nicht dass ich für die U-Haft der Polizisten wäre...)
Die Medien decken die Polizei zwar nicht - sie blenden aber einfach unangenehme Fragen aus. Sicher, Polizeibashing wird hier und dort betrieben, aber nur im großen ganzen, und dann noch manchesmal parteipolitisch motiviert.
"Warum?" frage ich mich!
Bin gespannt auf Eure Antworten,
Sommerliche Grüße,
Georg
