CSR - Echte Verantwortung

CSR - Echte Verantwortung


Der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Gesellschaft wird oft als Argument von BefürworterInnen der CSR verwendet. Erfolgreiche Unternehmen brauchen eine gesunde Gesellschaft. Sozialleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung sind Grundvoraussetzungen für produktive Arbeitskräfte; sichere Produkte und Arbeitsbedingungen, die nicht nur Kunden/Kundinnen anlocken und MitarbeiterInnen befriedigen, sondern auch die internen Kosten des Unternehmens senken (Porter und Kramer, 2006).

Ein Unternehmen, das seine Ziele auf Kosten der Gesellschaft verfolgt, wird nur vorübergehenden Erfolg genießen. Letztendlich schafft eine gesunde Gesellschaft mehr Nachfrage nach geschäftlichem Treiben, erhöht Wohlfahrt und erfüllt die menschlichen Bedürfnisse. Gleichzeitig erfordert eine gesunde Gesellschaft erfolgreiche Unternehmen. Die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze, Wohlstand und Innovation; sie verbessert den Lebensstandard und die sozialen Bedingungen und Einnahmen an den Staat (Porter und Kramer, 2006).

Porter und Kramer identifizieren vier andere gängige Argumente für CSR: moralische Verpflichtung, Nachhaltigkeit, licence to operate und dadurch Ansehen und Reputation.

* MORALISCHE VERPFLICHTUNG
Das erste Argument impliziert, dass ein Unternehmen eine moralische Pflicht hat zu handeln.

* NACHHALTIGKEIT
Zweitens sollen Geschäftsaktivitäten vermieden werden, die die Gesellschaft oder die Umwelt schädigen.

* LICENCE TO OPERATE`
Der Begriff der Lizenz für den Betrieb bedeutet, dass die Existenz eines Unternehmens von der Zustimmung der Behörden, Gemeinden und anderen Beteiligten abhängt. Um seine Lizenz zu erhalten, muss die Firma ihre Stakeholder ernst nehmen und einen konstruktiven Dialog mit ihnen entwickeln.

* ANSEHEN
Schließlich ist die Reputation für das Unternehmen wichtig. Damit einher geht der Glaube, dass die Umsetzung von CSR-Maßnahmen das Image verbessern oder das Markenzeichen der Firma stärken kann. Unternehmen, die in "stigmatisierten" Industriebereichen tätig sind, können CSR-Initiativen verfolgen, um von ihren "schattigen" Aktivitäten abzulenken und öffentlicher Kritik entgegen zu wirken. Dabei entsteht das Risiko, dass CSR auf eine PR-Angelegenheit reduziert wird.


Quellen:

Porter, M. E. & Kramer, M. R. (2006). Strategy and society: The link between competitive advantage and corporate social responsibility. Harvard Business Review (December), 78-92.
http://www.ic.gc.ca/eic/site/csr-rse.nsf/eng/h_rs00100.html (6.12.2013)


Siehe auch:



Zu dieser Seite haben beigesteuert: Johanna Urban , CM , Petra Mayrhofer , Team PoliPedia und kohola .
Seite zuletzt geändert: am Montag, 09. Januar 2017 11:41:39 von Johanna Urban.

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