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Studienzulassungsbeschränkung

Was für die Geisteswissenschaftler ein Segen ist, ist für Naturwissenschaftler und Techniker ein Fluch: Die Abschaffung der Studienzulassungsbeschränkung.
Eigentlich ist der Umstand ja erfreulich, denn man muss keine Prüfung mehr ablegen, um das Studium seiner Träume studieren zu können. Auch ist es nur fair gegenüber Studierenden, die aus einer Schule kommen ohne naturwissenschaftlichen Schwerpunkten oder technischen. Aber es gibt eine ganz große Problematik, die in dieser kurzsichtigen Politik vor den Neuwahlen übersehen wurde.
Dies ist die beschränkte Anzahl von Labor-/ Praktikumsplätzen (von den Plätzen im Hörsaal abgesehen, aber da lichten sich im Laufe des Semester eh die Reihen). Ich kann jetzt nur von meinem Beispiel sprechen, aber es geht nicht nur in meinem Studiengang so zu. Ich studiere Molekulare Biologie in Graz.
Nun hat sich hier der Umstand ergeben, dass dieses Jahr plötzlich 250 Leute sich für das Studium beworben haben (in der Biologie waren es gleich viel).
Die Professoren waren sehr erfreut über den hohen Andrag zumahl sowohl von der MolekularBiologie als auch von der Biologie erfahrsungsgemäß mit nur so um die 150 -170 Studierenden gerechnet wurde. Weiters ging man davon aus, dass ca. 40 sowieso das Studium hinschmeißen bzw. wechseln. Leider ist das nicht wirklich eingetreten. Nun sieht es für das nächste Semester so aus, dass nur 120 Plätze für die Labors zur Verfügung stehn.
Man kann also leicht sehen, es geht sich nicht ganz aus. 250 Leut und nur 120 Plätze. Aber damit nicht genug. Denn das Curriculum sieht vor, dass alle die jetzt keinen Platz bekommen, im nächsten Jahr vorgereiht werden. Das heißt sie bekommen einen Fixplatz. Die fatale Konsiquenz daraus ist, dass alle die nächstes Jahr mit dem Studium anfangen im SS keinen Laborplatz haben werden, das heißt, sie verlieren ein ganzes Jahr im Studium. (müssten dann auch wieder die Studiengebühren zahlen, wenn ich richtig informiert bin)

Das kann doch unmöglich angehn!!! Eigentlich kann die UNI das Studium nur im 2 Jahrestakt anbieten, welche anderen Lösungen sollte es zur fairen Behandlung geben. Das schlimme ist, dass es eben nicht nur diese eine/meine Studienrichtung trifft (wobei ich eh noch zu den glücklichen zähle mit Platz), sondern viele andere. Wir haben in jeder UNI in Ö naturwissenschaftliche Gänge mit Praktika und Labor und nicht genügend Plätze die zuvor gewährleistet waren. (zumindest im Gewissen ausmaß) Die Bedeutung der Studiengebühren in diesem Zusammenhang spare ich gezielt aus.
old 2025-05-20 23:17:02: cached/tiki-view_blog_post.php/postId=105.html