Interessen im Konflikt rund um die Ukraine
Wer vertritt welche Position und was sind die Interessen?
Russland
Putin sieht die Ukraine nicht nur als Geburtsstätte des russischen Staats und der russisch-orthodoxen Christenheit. Präsident Wladimir Putin hält die Ukraine auch für einen wichtigen Wirtschaftspartner und möchte das Land in eine Allianz einbinden. Deshalb drohte Russland auch mit Handelssanktionen. Dann lockte es mit 15 Milliarden Dollar, Geld das die wirtschaftlich angeschlagene Ukraine dringend benötigt, um die Partnerschaft mit der EU zu Fall zu bringen. Putin betrachtet die Ukraine als sein Einflussgebiet – zumal auf der Krim mehrheitlich russische Staatsbürger leben.
Europäische Union
Die Europäische Union hat wie Russland ein Interesse am Zugang zu den ukrainischen Märkten. Darüber hinaus geht es um den Ruf Brüssels. Wenn ein Land wie die Ukraine mit derart großem Willen nach Europa drängt, kann die EU gar nicht anders, als dem Land seine größtmögliche Unterstützung zuzusagen. Würde Brüssel der Ukraine die kalte Schulter zeigen wäre dies ein Verrat an den eigenen Idealen. Wie die Ukraine an die Europäische Union herangeführt werden kann, ist bis jetzt nicht geklärt, denn die Ukraine braucht zunächst dringend Stabilität. Dazu gehört auch, dass der drohende Finanzkollaps abgewendet wird.
USA
Die USA wollen beweisen, dass sie in der Welt immer noch ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. Denn, die Zweifel am US-Präsidenten Barack Obama wachsen und deswegen gerät er zu Hause immer stärker unter Druck. Der Republikaner John McCain, Obamas Gegenkandidat von 2008, kritisierte die „sorglose Außenpolitik“ des Präsidenten. Weil Obama Schwäche zeige, sei Russland in die Ukraine eingefallen, denn „niemand glaubt mehr an amerikanische Stärke“. Wenn man schon nicht den Krim-Konflikt beeinflussen kann, wie wolle man da im Atomstreit Druck auf den Iran aufbauen? fragen die Republikaner. Für Obama geht es also darum, in der Krim-Krise nicht als Verlierer dazustehen.
Quellen:
http://www.wiwo.de/politik/ausland/unterschiedliche-interessen-die-fronten-in-der-krim-krise/9566296.html; 26.3.2014http://derstandard.at/1388650067599/Eine-gefaehrliche-Dreiecksbeziehung; 26.3.2014
http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/180805/analyse-die-hilfe-des-grossen-bruders-wie-russland-die-krise-in-der-ukraine-sieht; 26.3.2014
