Familie und Pflege


Daten und Fakten

In Österreich leben ca. 2.352.000 Familien und in 1.403.000 Familien (59,6%) leben Kinder.
Davon gibt es 956.000 Ehepaare (40,6% der Familien) und 152.000 Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind (6,5% der Familien).
173.000 Ein-Eltern-Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren, davon Mütter: 154.000; Väter: 19.000 bzw. 113.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren, davon Mütter: 104.000; Väter: 9.000.
949.000 Familien sind Paare ohne Kinder (40,4%), sowie unverheiratet zusammenlebende Frauen und Männer sind häufiger kinderlos (56,8%) als Ehepaare (43,9%).

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie mit Kindern aller Altersstufen betrug 2013 1,67 gegenüber 1,82 im Jahr 1985

2013 gab es in Österreich rund 81.000 Familien mit Stiefeltern-/Stiefkindbeziehungen. Bezogen auf alle Paare mit im Haushalt lebenden Kindern unter 27 Jahren sind das 8,1% der Familien.

Österreichische Frauen bekommen im Schnitt 1,44 Kinder, das Fertilitätsalter liegt mittlerweile bei über 30 Jahren.
So lag das durchschnittliche Fertilitätsalter im Jahr 2013 bereits bei 30,3 Jahren, um 1,5 Jahre mehr als 2003.


Patchworkfamilie

Patchworkfamilie
http://www.pixabay.com/

Eltern-Familien

Es gibt verschiedene Eltern-Familien Strukturen und Möglichkeiten Kinder zu bekommen:

Ehe:
Die häufigste Art, Kinder in der Ehe zu bekommen, ist die Geburt. Wenn eine Frau unfruchtbar oder der Mann nicht zeugungsfähig ist, dann gibt es auch die Möglichkeit zur künstlichen Befruchtung, Adoption oder Pflegschaft von Kindern. Durch eine Wiederverheiratung kommt es auch vor, dass Kinder geboren werden.

Lebensgemeinschaft:
Die Möglichkeit in einer Lebensgemeinschaft Kinder zu bekommen ist gleich wie in einer Ehe.

Eingetragene Partnerschaft:
Die Möglichkeit in einer eingetragenen Partnerschaft Kinder zu bekommen ist die Pflegschaft. Da die Regelung von Pflegschaftsverhältnissen Landessache ist, ist nicht in allen Bundesländern die Pflegeelternschaft bei eingetragenen Partnerschaften möglich.

Patchwork-Familien:
Bei Stieffamilien bzw. sogenannten „Patchworkfamilien" handelt es sich um Familienverbände, in die Elternteile ihre Kinder aus früheren Ehen oder Lebensgemeinschaften in eine neue Beziehung einbringen.



Ein-Eltern-Familie

Alleinerziehender Vater

Alleinerziehender Vater
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Father_and_son_27.jpg

Vater als Alleinerzieher:
Dies ist meist der Fall bei Scheidung, Trennung oder durch Pflegschaft.
Im 19. Jahrhundert kam es öfter vor, dass Väter alleinerziehend waren, da die Sterblichkeit der Frau bei der Geburt ihrer Kinder wegen mangelnder Hygiene und dem schlechten Standard der Medizin erhöht war. Männer geraten als Alleinerzieher nicht so leicht in die Armutsfalle wie Frauen, weil Frauen schwerer an Arbeitsstellen kommen und diese noch dazu meist schlecht bezahlt sind.

Mutter als Alleinerzieherin:
Dies ist meist der Fall bei der Geburt wenn die Mutter schon alleinstehend ist, bei Trennung oder Scheidung, durch Verwitwung oder bei Pflegschaft



Die Rolle der Frau in der Gesellschaft


Die Rollenverteilung:
Obwohl die Vaterkarenz immer mehr beworben wird, gehen immer noch vorwiegend Frauen in Karenz. Auch bei Krankheiten von Kindern bleiben eher die Frauen zu Hause um die Kinder zu versorgen. In den meisten Fällen gehen beide Elternteile arbeiten und der Haushalt bleibt trotzdem bei der Frau hängen, jedoch kann man auch beobachten, dass Männer öfter bereit sind mitzuhelfen.

Gehaltssituation

Gehaltssituation
http://de.wikipedia.org/wiki/Indexlohn

Am Arbeitsmarkt:
Grundsätzlich hat sich die Situation am Arbeitsmarkt in den letzten 10 bis 15 Jahren sehr stark verändert, da Frauen heutzutage vermehrt auf eine gute Ausbildung achten und dadurch die Chance auf eine gute Karriere steigt. Daraus kann man auch herausfiltern, dass Frauen später gebären als früher ca. mit 30 Jahren und auch das die Geburtenrate gesunken ist (1,2 Kinder pro Frau). Trotzdem bekommen Frauen nicht so leicht einen Job, weil es immer noch in den Köpfen vieler Unternehmer ist, dass Frauen schwanger werden könnten und somit als Arbeitskraft verloren gehen würden. Dadurch schaffen sie oft auch den Weg auf der Karriereleiter nicht so hoch, um vielleicht auch eine Führungsposition zu übernehmen.

Gehaltssituation:
Es wird immer schwieriger eine Familie zu gründen, da es als Alleinverdiener fast nicht möglich ist, eine ganze Familie zu erhalten. Es wird der Frau auch die Möglichkeit eingeschränkt, die volle Karenzzeit zu Hause zu bleiben, weil sie auch etwas dazuverdienen muss, um finanziell gut da zustehen. In manchen Branchen und Berufen kann man immer noch den geschlechterspezifischen Unterschied bei der Gehaltszahlung beobachten. Frauen leisten oft die gleiche Arbeit wie Männer und werden aber schlechter dafür entlohnt.



Betreuungsformen


Tagesmutter/vater
Hilfswerk und Tez
Hilfswerk:
Die Tageseltern tun dies entweder bei sich zuhause oder auch mobil im Haushalt der Eltern. Die Pädagoginnen und Pädagogen werden vom Hilfswerk ausgebildet und erhalten laufend fachliche Weiterbildung.
Unsere Tagesmütter und Tagesväter bieten:
• Sicherheit und Geborgenheit in der Kleingruppe – ideal für Kleinkinder.
• Eine konstante Bezugsperson
• Individuelle Förderung, Eingehen auf persönliche Bedürfnisse und Vorlieben
• Viele Möglichkeiten zum Spielen, Lernen und miteinander „Alltag leben“

Der Vorteil für die Eltern: Die Betreuungsform ist sehr flexibel, da die Betreuungszeiten direkt und individuell vereinbart werden.
Kosten: Der Betreuungsbeitrag für Eltern beträgt ab 3 Euro/Stunde (bzw. ab 5 Euro, wenn die Betreuung mobil im Haushalt der Eltern erfolgt). Beim Land Niederösterreich kann um Förderung angesucht werden.

http://www.youtube.com/watch?v=Xot-hBCJh5o




KOKO

Unsere Angebote umfasst:

• Krabbelgruppen (ab dem 1. bis 3. Lebensjahr)
• Alterserweiterte Kindergruppen (vom 1. bis zum vollendeten 10. Lebensjahr)
• Kindergarten (3. bis 6. Lebensjahr)

Unsere Besuchsbeiträge sind sozial gestaffelt, je nach Einkommenshöhe zwischen EURO 120,- und EURO 440,- für einen Ganztagesplatz (40 Stunden Betreuung pro Woche). Die Besuchsbeiträge werden 1x jährlich aufgrund des aktuellen Einkommens berechnet. Für Kinder von 1-5 Jahren und im verpflichtenden Kindergartenjahr (5-6-Jährige) sind die Besuchsbeiträge dank einer öffentlichen Förderung geringer.


Interview (Familie)

Moderatorin: Jenny
Passantin: Frau P.

Alleinerziehende Mutter

Alleinerziehende Mutter
Schülerin der 2FA SOB Caritas


Interview
M: Guten Tag!
Wir machen ein Projekt in der Schule (SOB Caritas Salzburg Familienzweig) und würden Sie gerne über das Thema,, Familie“ befragen. Wären Sie damit einverstanden?
Frau P: Ja, sehr gerne!
M: Es freut uns sehr im Namen der Schule, dass Sie bei unserem Interview teilnehmen.
M: Frau P. Wie alt sind Sie?
Frau P: Ich bin 20 Jahre alt.
M: Sind Sie gebürtige Österreicherin?
Frau P: Ja.
M: Frau P. Sind Sie noch in der Ausbildung oder schon berufstätig?
Frau P: Ich bin noch in der Ausbildung.
M: Sind Sie schon Mutter?
Frau P: Ja, von einem 5-jährigen Sohn.
M: Wann haben Sie ihren Sohn bekommen?
Frau P: Ich habe meinen Sohn schon mit 15 Jahren bekommen.
M: Darf man fragen, ob Ihr Sohn geplant war?
Frau P: Nein, aber als ich seinen ersten Herzschlag hörte, wusste ich von Anfang an, dass er das wichtigste in meinem Leben sein wird.
M: Frau P. sind Sie noch mit dem Vater Ihres Sohnes zusammen oder sind Sie Alleinerzieherin?
Frau P: Ich bin eine Alleinerzieherin.
M: Zahlt ihr Ex-Freund für Ihren Sohn Unterhalt?
Frau P: Ja, aber leider sehr wenig.
M: Welche sonstigen Unterstützungen bekommen Sie?
Frau P: Familienbeihilfe.
M: Und reichen die finanziellen Unterstützungen für euer Leben aus?
Frau P: Wenn ich meine Familie nicht hätte, würde das Geld nicht ausreichen.
M: Welche Einrichtung besucht Ihr Kind?
Frau P: Einen Kindergarten.
M: War es leicht eine Einrichtung für Ihren Sohn zu finden?
Frau P: Ja, dort wo wir wohnen war es sehr leicht eine Einrichtung für meinen Sohn zu finden.
M: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre es?
Frau P: Mehr Unterstützung für Auszubildende Mütter von dem Staat.
M: Frau P. Vielen Dank für ihr tolles Interview und wir wünschen Ihnen für ihr weiteres Leben viel Erfolg!
Frau P: Gerne, ich hoffe das ich Ihnen weiterhelfen konnte.
M: Auf Wiedersehen.
Frau P: Tschüss.

Quellen:

http://www.koko.at/
http://www.hilfswerk.at/salzburg
Statistik.at
Familienformen






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