Die Entwicklung von Jugoslawien

Generelles


• Bindeglied zwischen Europa – Asien
• „Tor zum Osten“
• Fläche: 255.904 km²
• Gebirge, Hochebenen
• entlang der Küste – Mittelmeerklima

Religionen


  • 32% Katholiken
  • 36% Serbisch – Orthodoxe
  • übrigen Protestanten, Juden & andere Gruppen

Volksgruppen


Serben, Kroaten, Moslems, Slowenen, Albaner, Makedonier, Roma, Türken, Slowaken, Rumänen, Bulgaren, Ukrainer, Tschechen,

Der Zerfall des Vielvölkerstaates


• Auflösung der Partei „Bund der Kommunisten Jugoslawien“ (BdKJ)
im Mai 1990
• Titos Traum „Staat der Südslawen“ ging zu Nichte
• konnte nicht funktionieren – früher schon nie miteinander zusammen gelebt,
unterschiedliche Wege/Traditionen/Religion
• Konflikte – Kriege – Auseinandersetzungen
• Ursachen: religiöser, nationaler oder politisch

Bedeutendsten Gründe des Zerfalls des Vielvölkerstaates


• Außenpolitische Einflüsse
• Unabhängigkeitsbewegung in Kroatien und Slowenien
• Innenpolitische Probleme – Selbstzerstörung
• Ethnische und religiöse Vielfalt
• Unbewältigte Vergangenheit

Tito


  • 7.5.1892 gest. 4. 5.1980
  • Politiker – Präsident
  • Wien Armee – nach Zagreb versetzt
  • 1915 russische Kriegsgefangenschaft – verbannt in den Ural - 1920 Heimat zurück
  • tritt in die Kommunistische Partei Jugoslawien bei – organisiert Streiks – Bewährung verurteilt
  • 1928 – tritt Ortskomitee in Zagreb ein – gleiches Jahr Provinzsekretär von Zagreb

2. Weltkrieg – Balkanfeldzug


  • 28. Oktober 1939 Mussolini beginnt Invasion Griechenland
  • glaubte an einen schnellen Erfolg – erwartete geringen Widerstand
  • marschierte mit 200.000 Soldaten ein
  • Probleme: gebirgige Gelände – wenige Straßen – Regenschauer – niedrige Temperaturen – keine Winteruniformen

Signor Benito Amilcare Andrea Mussolini (“Duce”)


  • 29. Juli 1883 gest. 28.4.1045 hingerichtet
  • verachtete sein Volk – Volk verachtete ihn
  • war von 1922 – 1943 Diktator von Italien (sowie: Ministerpräsident, Innen- & Außenminister)
  • „Duce“ Kurzform von „Duce del Fascismo“ ? Namen führte er als Führer der faschistischen Bewegung.

Royal Air Force


• Luftstreitkraft – Vereinigten Königreichs Großbritannien
• Motto: „Per ardua ad astra“ – „Durch Schwierigkeiten zu den Sternen“
• Royal Air Force – unterstützten Griechen – dadurch ebenbürtiger Gegner –
Griechen schlugen zurück – geführt von Papagos.
• Italien innerhalb einer Woche – Rückzug nach Albanien – Marschall Pietro
Badoglio (italienischer Oberbefehlshaber) wurde vom Posten enthoben. – Es
wird ihm vorgeworfen – Mussolini unterstellt zu haben – Invasion aus
politischen Gründen durchzuführen.
• Duce fuhr an Front – Truppen aufzumuntern – Rückzug nicht mehr stoppen
• weitere Niederlagen auf der See – durch Royal Air Force

Pietro Badoglio, Herzog von Addis Abeba


  • 28. 9.1871 gest. 1.11.1956
  • italienischer Marschall und Politiker, 1945 vom italienischen Senat Badoglio wegen Zusammenarbeit mit Faschisten ausgeschlossen worden.


Unternehmen Vergeltung


33 deutsche Divisionen – Einmarsch in Jugoslawien - Bombenangriffe auf Belgrad – 20.000 Menschen tot – innerhalb von 10 Tagen

Dreimächtepakt


Pakt zwischen Deutschland – Japan – Italien



Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen


• 1918: der „neue Staat“ wird viel zu schnell gebildet; es zeigt sich bald dass
dieser föderalistische Staat keine Chancen hat
• Volkszählung 1921: alle Nationalitäten werden zu einem Block zusammengefasst
um eine nationale Homogenität vorzugaukeln
• 1929 wurde der neue gebildete Staat „Jugoslawien“ genannt.
• Parole: „Ein Staat, ein König, ein Volk“ sollte die von oben verordnete
Einheit unterstreichen

Königsdiktatur seit 1929


• Jugoslawien wird von Serben dominiert
• kaum friedliche Phasen
• König Aleksander 1934 von kroatischen Nationalsozialisten ermordet
• ab 1941: Jugoslawien will sich der starken Einbindung in die europäische
Ordnung entziehen à Krieg

Partisanenbewegung


• Kommunisten werden zur führenden Macht
• Ziel: Widerstandskonkurrent Mihailovic auszuschalten und ein anerkanntes
Jugoslawien

Bund der Kommunisten Jugoslawiens


• Name erst nach 1952 entstanden
• durch Öffnung gegenüber dem Westen à ansteigende Arbeitsemigration,
Sommertourismus
• Jugoslawien wird weltweit anerkannt

Die jugoslawische Verfassung von 1946


• teilt das Land in sechs Republiken (Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien,
Montenegro, Mazedonien
• föderalistische Grundstruktur bleibt dominierend
• 4. 5. 1980: Titos Tod – personalisierter Bezugspunkt internationaler Geltung
verfällt

Die Krise in Jugoslawien und ihre Ursachen


• zwei Gründe: ethnische Auseinandersetzungen + Bewältigung der
Wirtschaftskrise
• Spaltung Jugoslawiens: Entzug der Vormundschaft Belgrads, ökonomisch höhere
Entwicklung gewisser Teilrepubliken
• Slowenien: slowenische Wirtschaft sehr wichtig für Jugoslawien,
Handelspartner aus europäischem Westen, neue slowenische Verfassung 1989
• Serbien: gegen albanische Bevölkerung im Kosovo, stark nationalkommunistisch
• Kroatien: HDZ (kroatisch-demokratische Partei), gegen Minderheiten
• Sezessionskonflikt

Der Balkan – Landschaft als Schicksal


• Balkan bedeutet auf türkisch „Gebirge“
• eingeklemmt zwischen Europa und Asien
• Kriege zwischen Osten und Westen à wird zu Aufmarsch-Gebiet und Schlachtfeld
• permanenter Spannungsraum, stetige kulturelle Beeinflussung
• jahrhundertelange Fremdherrschaft führt zu verwirrendem Durcheinander
• offizielle Balkanstaaten heute: Albanien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina und
die Türkei
• serbische Sprache vom orthodoxen Byzanz geformt, Kroaten vom katholischen Rom
• sprachlich große Minderheit: Türken à mit indoeuropäischer Sprache nicht
verwandt
• Aromunen/Walachen haben ähnliche Sprache wie Rumänen

Der Zerfall des Sowjetreiches


Der Machtwechsel


• Anfang 80er Jahre: politische Regierungssysteme im Ostblock im „Winterschlaf“
• 1985: Amtsantritt von Michail Gorbatschow in Moskau
• 3. Juli 1991: Selbstauflösung des Warschauer Pakts in Prag
• weltgeschichtlich bedeutsamer Kurswechsel hin zur Konfliktlösung

Der zweite jugoslawische Bürgerkrieg


• 1981: albanischer Aufstand im Kosovo
• Folge: Bürgerkrieg der Serben gegen die Slowenen und die Kroaten
• in Serbien treten massiv nationalistische Kräfte auf
• erste freie Nachkriegswahlen in Kroatien 1990 à konservativ-nationalistische
Partei „Kroatische Demokratie Gemeinschaft“ an die Macht
• Kroatien wird gewarnt die serbische Minderheit mit in die Unabhängigkeit zu
nehmen
• Juli 1991: viel zu spät signalisiert Präsident Tudjman Kompromissbereitschaft
à Krieg ist schon in vollem Gange
• beide Seiten unfähig kontroverse Standpunkte zu diskutieren à autistischer
balkanische Nationalismus
• 25. Juni 1991 Unabhängigkeitserklärung Kroatiens à offener Bürgerkrieg
• Kosovo: seit 1990 Ausnahmezustand und Kriegsrecht

Hürdenlauf nach Europa – Unvollendeter Frieden am Westbalkan


• Optionen des EU-Beitritts wichtiger Motor
• mit Ausnahme von Kroatien für den Großteil eine schwere Hürde


Quellen



Zu dieser Seite haben beigesteuert: CM , Katha und Susanne.Macheiner .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag, 12. Dezember 2013 17:08:50 von CM.

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